MyBuddy-Projekt vernetzt Zugewanderte und Einheimische

Weltweite Freundschaften in Wittmund

MyBuddy-Projekt vernetzt Zugewanderte und Einheimische

Teilnahme bis 5. März möglich

Deutschland ist  zu einem multikulturellen Land geworden. Jede vierte hier lebende Person hat einen Migrationshintergrund; bei den unter 5-Jährigen sind es bereits über 40 Prozent. Die kulturelle Diversität in Deutschland  zu einer einzigartigen Stärke entwickeln – so lautet die VISION des Programms „myBuddy“, zu Deutsch etwa „Mein Kumpel“. Unter dem Motto „Integration durch Freundschaft“ hat Weihua Wang das Projekt bereits 2018 als Jugenddelegierte von Deutschland für den Europarat ins Leben gerufen. Vom Wittmunder Landrat Holger Heymann wird der Ansatz durch seine Schirmherrschaft für das Projekt im Landkreis Wittmund unterstützt.

Das Programm läuft mittlerweile deutschlandweit mit Hilfe einer digitalen  Plattform, die Zugewanderte und Einheimische durch einen automatisierten Matching-Algorithmus zusammenzubringt. „Das Grundprinzip von myBuddy ist einfach: Wir möchten persönliche Begegnungen zwischen Einheimischen und Zugewanderten fördern. Dafür vernetzen wir sie mit einem Buddy in ihrer Nachbarschaft, der oder die zu ihnen passt. Anschließend entscheidet das so gebildete Tandem individuell, wie es seine Freundschaft gestaltet. Durch das flexible Format möchten wir einer breiten Personengruppe die Teilnahme ermöglichen“, sagen die Projektmitglieder.

Diese „Buddys“ werden nach Alter, Geschlecht, Wohnort und Interessen zugeteilt, sodass mit hoher Wahrscheinlichkeit neue Freundschaften entstehen. Außerdem ist die Beteiligung nicht an Mitgliedschaften oder andere Konditionen gebunden und somit durch ihre Flexibilität sehr attraktiv. Die Teilnehmenden können sich online innerhalb von wenigen Minuten anmelden. Zusätzlich verlost das Projektteam  Aktivitäten wie Kino- oder Safari-Park-Besuche an die Buddy-Tandems.

Mit diesem individuellen, niederschwelligen und skalierbaren Programm möchte MyBuddy die große Integrationsaufgabe in der Breite der Gesellschaft verankern. Für diese Mission konnten die Programmverantwortlichen (ein aktuell 8-köpfiges Team aus jungen Ehrenamtlichen) auch Landrat Holger Heymann gewinnen. „Wittmund ist ein gastfreundlicher und weltoffener Landkreis, in dem viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und rund 100 Nationen friedlich zusammenleben. MyBuddy ist ein Programm, bei dem jeder Bürger und jede Bürgerin des Landkreises Wittmund die einmalige Gelegenheit hat, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen, die ähnlich ticken wie er oder sie selbst – und das ohne Wittmund zu verlassen“, sagt Heymann. „Für die Zugewanderten bietet sich eine Möglichkeit, uns manchmal eher reserviert wirkende Einheimische besser kennenzulernen und Anschluss zu finden. So funktioniert Integration – indem sich beide Seiten aufeinander zubewegen, damit etwas Neues, Größeres entsteht.“

Der Landrat selber wird  im Landkreis Wittmund die Schirmherrschaft des MyBuddy –Projekts übernehmen.

Die Organisator*innen weisen explizit darauf hin, dass ihr Programm mit Corona vereinbar ist, weil sie den Buddys je nach Entwicklung dazu raten werden, sich zunächst digital kennenzulernen. Gerade in diesen Zeiten ist sozialer Kontakt schwierig. Deshalb möchte das  MyBuddy-Team ganz bewusst jetzt mit seinem Programm starten und ein digitales Begegnungsangebot auch für Einwohner*innen des Landkreises Wittmund schaffen.

Die aktuelle Anmelde- und Matching-Phase für die Buddy-Couples endet am 5. März 2021. Bis dahin können sich Interessierte auf der Website www.my-buddy.org anmelden.  Der Programmflyer ist unter diesem Link (Download) einzusehen. Für  weitere Fragen zum Programm stehen die Mitarbeiterinnen der Abteilung „Migration und Teilhabe“ des Landkreises Wittmund  telefonisch  unter 04462/861063 oder -1065 zur Verfügung.

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