Modellbauer zeigen in Clinsiel ihr Können

Legoaustellung „Bricks am Siel“

Modellbauer zeigten in Clinsiel ihr Können / Sonntag 25.10.2020 10-17 Uhr

Mit der Lego-Ausstellung in der Cliner Quelle hat Marketingleiter Marcus Harazim mal wieder ein tolles Event nach Carolinensiel geholt.
In enger Abstimmung  mit den Genehmigungsbehörden wurde ein Hygienekonzept erstellt. Maximal fünfzig Besucher durften gleichzeitig die Ausstellung besuchen.
Die Modelle stammen alle von dem Verein: „Bricks am Meer“ aus Bad Zwischenahn.
Der Verein umfasst ca. 45 Mitglieder, die an dem Modellen für die Ausstellung bauten.
In liebevoller Kleinarbeit entstanden die mehr als zweihundert Modelle die an dem Wochenende ausgestellt wurden. Schon kurz nach der Eröffnung am Samstag war die Ausstellung gut besucht. „Obwohl kaum Reklame für die Ausstellung gemacht wurde. Wir sind mit Absicht vorsichtig mit der Ausstellung umgegangen.“ Berichtet Marcus Harazim. „Wir wollten nicht das sich an der Einlasskontrolle lange Schlangen bilden.“

Insgesamt gibt es nur zwölf Vereine in Deutschland die sich dem Modellbau mit Legosteinen verschrieben haben und die auch von Lego offiziell anerkannt wurden. Alle Mitglieder bauen in ihrer Freizeit an den Modellen, arbeiten jedoch auch ehrenamtlich mit dem Körperbehinderten-Zentrum in Oldenburg zusammen. Dort gibt es eine Lego-AG die Verein mit Sachspenden unterstützt und in Kursen dort ihr Wissen weitergeben.

In der Ausstellung konnte man von Mini-Modellen bis zu Groß-Modellen alles bewundern. Alle Modelle sind Eigenentwürfe der Mitglieder. Dabei legte der Verein auch Wert darauf das es Ausstellungsstücke gibt die einen direkten Bezug zu Carolinensiel haben.
Tammo Schröder aus Oldenburg hat sich das Thema Rettungsschuppen angenommen. Nach einem Besichtigungstermin in Clinsiel und zahlreichen Fotos ging der Erbauer dann an die Arbeit. Ein halbes Jahr Bauzeit und mehr als 10.000 Einzelteile wurden zusammengesucht, bis das Kunstwerk fertig wurde. Dabei wurde viel Augenmerk auf die Details gelegt. Die Beschläge der Tore wurden nachgebildet. „Die passenden Bauteile dafür zu finden war eine der großen Herausforderungen. Es dürfen nur original Legoteile verwendet werden. Alles muss in einander passen, nicht darf verklebt werden. Ein Teil des Türbeschlages habe ich zum Beispiel aus einem Lego-Bausatz eines Drachen gefunden. Hier handelt es sich um den Zahn des Tieres.“ erklärt uns der Baumeister Tammo Schröder.





Neben dem Rettungsschuppen fand man auch die Deichkirche wieder. Dietmar Bosold aus Apen-Remels hat dieses Modell erschaffen. Daneben steht direkt die alte Trauerweide, wie sie bis vor ein paar Jahren noch im Museumshafen zu finden war, bevor ein Sturm diese umlegte.
Solche aufwendigen Modelle gehen auch ins Geld. Die reinen Kosten für die Bausteine können dabei schon mal fünfstellig werden.

Der Vorsitzende des Vereines „Bricks am Meer“, Jan Göbel erzählt uns das den verein erst seit 2018 gibt. Aus einem Stammtisch heraus entstanden. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat zum Austausch von Ideen und Steinen.
In 2019 wurden drei Ausstellungen in Deutschland abgehalten. In diesem Corona-Jahr ist alles etwas anders. Die geplante große Veranstaltung in Bad Zwischenahn musste ausfallen.

Weitere Infos über den Verein:
www.brincks-am-meer.de

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