Große Aufgabe mit Liebe zum Detail

Foto: CDU

Auch die baulichen Maßnahmen sind nicht unerheblich, seien aber auf einem guten Weg. „Bei der Renovierung sind unter den Tapeten alte Wandmalereien aufgetaucht, diese lassen wir gerade aufwendig restaurieren. Auch die Balken in den oberen Geschossen werden saniert, damit man die Geschichte richtiggehend erleben kann.“ freut sich die wissenschaftliche Leiterin sichtlich.

Hohe Investition und umfangreiche Förderung
Die Sanierung der Museumsgebäude, die die Eigentümerin Stadt Wittmund über das Förderprogramm “Städtebaulicher Denkmalschutz” durchführt ist nicht ganz einfach. Die baulichen Maßnahmen im Groot Hus sind aber mittlerweile nahezu abgeschlossen. Dazu zählen die Feuchtesanierung und die Sanierung der Fassaden und der Einbau eines Aufzugs, der durch den Europäischen Meeres- und Fischereifond, angesiedelt bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, finanziert wird. „Das Thema Barrierefreiheit war eine echte Herausforderung, wir konnten über die ursprünglichen Treppen Gehbehinderten und älteren Menschen gar nicht das gesamte Angebot unterbreiten.“ so Dr. Julia Kaffarnik.

Hauptförderer des Projekts “Neugestaltung und Attraktivitätssteigerung” ist die NBank über die EFRE-Mittel „Touristische Infrastruktur“. Der Eigenanteil durch die Träger Stadt Wittmund, Landkreis Wittmund und Förderkreis Deutsches Sielhafenmuseum ist ebenfalls bewilligt. Außerdem erhält der Förderkreis eine spezielle Förderung vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die ausschließlich der Neugestaltung zugutekommt. Eine weitere hohe Summe stellt die Stiftung Niedersachsen bereit. Auch die Klosterkammer

Hannover und EWE-Stiftung sind großzügig an der Gesamtmaßnahme beteiligt. Aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) wird gesondert die Abteilung “Küstenfischerei und Nordseetourismus” gefördert. So sei die Situation bereits jetzt deutlich verbessert und alle Beteiligten freuen sich darauf, die Ausstellung 2022 für die Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch hob Dr. Kaffarnik die Rolle vom Ratsherrn Simon Lübben hervor, der mit seinem Engagement große Anteile zum Antrag der Stadt Wittmund „städtebaulicher Denkmalschutz“ eingeleitet hat. „Ohne das Förderprogramm und den Masterplan wäre hier heute keine Baustelle zur Neuausrichtung des Sielhafenmuseum gewesen.“

Geschichte modern abbilden.
Eine Lösung für ein multimediales Erlebnis wird derzeit noch gesucht, denn auch hierfür werden nicht unerhebliche Gelder benötigt. Ein erstes direktes Erfolgserlebnis hatte das Museum durch den Besuch auch gleich. Kommunalwahlkandidat und stellv. IHK Präsident Theo Eilers weiß von einem Fördertopf des Landes Niedersachsen zu berichten, der wie angegossen zum Angebot des Museums passt und will den Kontakt direkt herstellen. „Sie sehen, wenn wir zu Besuch kommen, bewegen wir auch was.“ scherzt die Wittmunder Bundestagskandidatin Anne Janssen, wird aber auch wieder ernst. „Das ist ein Kleinod, was hier entsteht und ich werde mich in Berlin schlau machen, welche Fördermöglichkeiten man hier noch bemühen kann. Investitionen in unsere regionale Kultur kommen ja nicht nur unseren Touristen zugute, wir alle haben etwas von diesen Angeboten.“ schließt die Kandidatin den Termin für sich ab

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