Winterdienst ist bereit

Archivaufnahme eines Räumfahrzeugs aus dem Jahr 2010, aufgenommen bei Winterwetter auf der L10 in Burhafe.
Foto: Meinders/NLStBV

Streusalz und Sole für den Winterdienst auf den Straßen sind in großem Maße eingelagert worden

 lkw Wittmund.  Die Straßenmeisterei in Wittmund hat sich professionell auf den anstehenden Winterdienst vorbereitet – wie eigentlich jedes Jahr, so Leiter Markus Kraatz. Er sagt: „Ziel ist es, die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in der Zeit von sechs bis 22 Uhr möglichst durchgehend befahrbar zu halten.“ Dabei greift die Straßenmeisterei für das Straßennetz auf drei eigene Fahrzeuge (einen Lkw, zwei Unimog) zurück und auf fünf weitere Fahrzeuge von beauftragten Unternehmen. Für die Radwege stehen ebenfalls ein eigenes Fahrzeug (ein so genanntes Radwegeunterhaltungsgerät) und fünf Fahrzeuge von Fremdfirmen zur Verfügung. Der Winterdienst wird technisch gesehen als „Feuchtsalzstreuung“ (FS 30) ausgeführt, das ist eine Mischung von etwa zwei Dritteln Salz und einem Drittel Sole. Gut gefüllt sind dafür die beiden hiesigen Salzlagerhallen in Wittmund (Fassungsvermögen: 450 Tonnen) und am Stützpunkt Friedeburg (Volumen: 550 Tonnen). In Wittmund steht zudem ein Solebehälter mit einem Fassungsvermögen von 25 Kubikmetern nebst Aufbereitungsanlage zur Sole-Herstellung zur Verfügung, in Friedeburg ein Behälter mit 30 Kubikmetern. Das sollte reichen, bei Bedarf kann beim Streugut auf ein Notlager in Lingen zurückgegriffen werden.

Kraatz erläutert die Verbrauchswerte: „Bei einem Standardeinsatz werden etwa 21 Tonnen Salz im Straßennetz verbraucht“. Je Einsatz werden zudem bei „normaler Wetterlage“ etwa neun Tonnen Salzsole (rund 7650 Liter), eingesetzt. Und so werden die Streufahrzeuge mit ihren Spezialgeräten am Heck eingestellt: Pro Quadratmeter werden 10 Gramm ausgespuckt, 7 Gramm Salz und 3 Gramm Sole, das macht pro Kilometer rund 65 Kilogramm, die das Fahrzeug auf der Ladefläche mitführen muss. Die Einsatzzeit für einen Umlauf der genannten Fahrzeuge für das Kreis-Wittmunder Straßennetz mit Bundes-, Landes- und Kreisstraßen dauert bis zu vier Stunden, bis wirklich überall Salz gelandet ist. Insgesamt sind es rund 400 Straßenkilometer, die das Winterdienst-Team um Kraatz möglichst frei von Eis und Schnee halten muss.

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