update: Maximal drei Container mit Gefahrgut über Bord gegangen

Beschädigte Container an Bord der MSC ZOE in Bremerhaven – 3.1.2019
Quelle: Havariekommando

Während die MSC ZOE in der Nacht zu Donnerstag sicher im Hafen Bremerhaven festgemacht hat, setzt das Havariekommando die Suche nach über Bord gegangenen Containern fort. Das Ölüberwachungsflugzeug Do 228 und ein Bundespolizeihubschrauber suchen das Gebiet nordwestlich von Borkum bis zu den Niederlanden weiträumig ab.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK und der Tonnenleger GUSTAV MEYER sind zur Unterstützung der Such- und Bergungsarbeiten im Einsatzgebiet. Zur Bergung der Container arbeiten das von der Reederei MSC beauftragte Bergungsunternehmen und das Havariekommando eng zusammen. „Die meisten Container wurden bisher in den Niederlanden
gefunden. Der Containerverlust begann vermutlich in den niederländischen Gewässern.“
erläutert der Leiter des Havariekommandos Hans-Werner Monsees und ergänzt: „Die Arbeiten werden noch einige Tage dauern.“ Für die Suche gesunkener Container werden Spezialschiffe mit Sonar eingesetzt.
Zwei Mitarbeiter vom Havariekommando sind an Bord der MSC ZOE, um die Recherchearbeiten zur Identifizierung der verlorenen Containern zu unterstützen. Bisher konnte bestätigt werden, dass maximal drei Container mit Gefahrgut über Bord gegangen sind; diese Container wurden noch nicht gefunden.
Auf den Inseln Borkum, Juist und Norderney werden die Strände nach möglichen Containeranlandungen abgesucht. Bisher wurden an der deutschen Nordseeküste keine Container der MSC ZOE angespült. Grundsätzlich warnt das Havariekommando davor, am Strand gefundene Container, Containerteile oder Gegenstände zu berühren. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind und somit bei Berührung oder Einatmen eine Gesundheitsgefahr darstellen können.
Hinweis für die Schifffahrt: Warnmeldungen und evtl. Sperrungen wegen treibender Container können beim Seewarndienst Emden erfragt werden.
Am 2.1.2019 hatte das Havariekommando um 7:00 Uhr die Einsatzleitung in der Lage MSC ZOE [L: 396m, B: 59m, Flagge: Panama] übernommen. Das Containerschiff verlor im Sturm etwa 270 Container in niederländischen und deutschen Bereichen der Nordsee. Der letzte von der MSC ZOE angelaufene Hafen vor Bremerhaven war Sines, Portugal.
Zur Unfallursache ermittelt nun die Wasserschutzpolizei Bremerhaven.


Mehrzweckschiff NEUWERK bei einem Container der MSC ZOE
Quelle: Havariekommando

3.1.2019 – Begleitet vom Mehrzweckschiff NEUWERK hat die MSC ZOE gegen 00:35 Uhr im Hafen von Bremerhaven festgemacht. Die Fahrt in den Hafen verlief ohne Zwischenfälle. Die Suche nach den Containern wird nach Sonnenaufgang fortgesetzt.
Bisher wurden einige der von Bord der MSC ZOE gefallenen Container gesichtet, davon sechs in deutschen Gewässern. Die MSC ZOE verlor nach Angabe der Reederei MSC bis zu 270 Container in der Nordsee. Bisher ist bekannt, dass ein Container mit Gefahrgut über Bord ging.

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