Podiumsdiskussion im Gulfhof in Carolinensiel

Modellregion Biosphärenreservat

Sina Beckmann, Bündnis90 / Die Grünen
Foto: G. Ziemann

Um offene Fragen zu klären hat Dezernatsleiter Jürgen Rahmel vom Nationalpark Wattenmeer bekannte Gäste eingeladen.
An der Diskussionsrunde nahmen Bundestagskandidatin Sina Beckmann (39) vom Bündnis90 / Die Grünen, zuständig dort u.a. für den Naturschutz, sowie der stellv. Fraktionsvorsitzende Christian Meyer (45) ebenfalls vom Bündnis90 / Die Grünen teil.
Zu Gast war die Gesprächsrunde im Gulfhof Friedrichsgroden. Betreiber des Gulfhofes Joke Pouliart wies in seiner Begrüßung auf die vielfaltigen Möglichkeiten hin, die es gibt einen Betrieb umweltfreundlich zu gestalten. Er zog das Beispiel: „Als wir den Hof übernahmen hatte der Hof einen Müllausstoß von 240 Ltr/t. , jetzt sind wir auf 80 Ltr/t. herunter. Ebenso die Bemühungen der Nordsee GmbH. Mit der CO2 neutralen Anreise ist ein Lichtzeichen an der Nordsee gesetzt.“
Jürgen Rahmel zog als Einleitung einen Rückblick was bisher in der Vorarbeit für die Modellregion Biosphärenreservat (siehe dazu auch den umfangreichen Bericht vom 27.2.2021 im Harlinger) erfolgt ist. In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir schon über zehn Gemeinden für einen Beitritt zu der Modellregion gewinnen können. Hier zu nennen die Stadt Wilhelmshaven mit seinem großem

Christan Meyer, Stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis90 / Die Grünen
Foto: G. Ziemann

Militärstandort, aber auch die Insel Spiekeroog. Auch Städte wie Norden haben erkannt wie wichtig es ist mit dem Label „Modellregion Biosphärenreservat“ werben zu können. Zumal der Beitritt zu der Entwicklungszone Modellregion Biosphärenreservat keine rechtsverbindlichen Einschränkungen mit sich bringt. In einer Auswertung wurde festgestellt das vor einigen Jahren 5% der Gäste den Urlaubsort nach einem Siegel bewerten und aussuchen. Im letzten Jahr waren es schon 15 % der Gäste.
In der Gemeinde Wittmund steht die Entscheidung, ob ein Beitritt erfolgen soll, noch aus. Die UNESCO wird im September die Beitrittskandidaten weitergeben. Die nächste Möglichkeit eines Beitrittes wird dann erst im Jahr 2030 sein.
In der Diskussionsrunde kam die Meinung hoch das Wittmund die Entscheidung allein von der Möglichkeit einer finanziellen Förderung abhängig machen könnte. Bei den Landwirten, die auch zahlreich an dem Abend dabei waren, kamen Ängste und Bedenken zum Beitritt hoch. Man befürchtet das es zu weiteren Auflagen kommen könnte.

Jürgen Rahmel, Nationalpark Wattenmeer
Foto: G. Ziemann

Rahmel: Da das Biosphären Reservat keinerlei gesetzliche Rechte hat, wird und kann es von dieser Seite auch zu keinen Auflagen kommen. In zahlreich konkreten Fragen zu den einzelnen Problemen der anwesenden Landwirte konnte Jürgen Rahmel so einige Bedenken beschwichtigen.
Fazit bleibt aber: Es gibt noch viel Unsicherheit was das Siegel bringen wird. Die Informationslage bei allen Beteiligten ist leider nicht immer auf dem aktuellen Stand. Aber die Zeit drängt, denn im Juni müssen die Ratsherren in Wittmund eine Entscheidung treffen. Die Chancen die der Beitritt bringen wird bekommt man so schnell nicht wieder.
Weiterführende Info: https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wp-content/uploads/2020/11/bro_biosphaerenregion_202102_nlpv_web.pdf

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