Jugendberufsagentur Wittmund als Angebot erfolgreich gestartet

Jugendberufsagentur Wittmund als Angebot erfolgreich gestartet – Steuerungsgruppe zieht erstes positives Fazit

Klaus Voortmann (Agentur für Arbeit Emden-Leer), Erster Kreisrat Uwe Cassens, Jugendamtsleiter Marco Börgmann, Jobcenter-Leiter Hermann Garlichs (alle drei Landkreis Wittmund) und Daniela Ringenaldus (Agentur für Arbeit Emden-Leer). (vl)
Foto: Ralf Klöker, Pressestelle Landkreis Wittmund

Wittmund/Leer. Seit dem 10. Mai sind die Türen der Jugendberufsagentur Wittmund (JBA) in den hiesigen Berufsbildenden Schulen geöffnet. Hier wird Jugendlichen beim ‚Übergang Schule-Beruf‘  rechtskreisübergreifend Hilfe angeboten. Ca. 30 Jugendliche haben die neue Anlaufstelle schon aufgesucht, in über 60 Beratungsgesprächen fanden Jugendliche erste Unterstützung.

Die Steuerungsgruppe der Jugendberufsagentur, in der Mitarbeiter*innen vom Jobcenter und Jugendamt des Landkreises Wittmund sowie der Agentur für Arbeit Emden-Leer im Interesse der Jugendlichen zusammen arbeiten, zieht ein positives Fazit für die ersten Monate. Den Berichten der beiden Amtsleiter des Landkreises, Hermann Garlichs (Jobcenter) und Marco Börgmann (Jugendamt),  sowie des Teamleiters der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Klaus Voortmann, zufolge ist die Arbeit in der Jugendberufsagentur gut angelaufen. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hätten die Arbeit allerdings zunächst etwas gebremst. Dennoch sei man schon auf einem guten Weg zur besseren Zusammenarbeit, auch mit den Schulsozialarbeiter*innen, und einer Vernetzung mit anderen Institutionen.

Vor drei Jahren haben der Landkreis Wittmund und die Agentur für Arbeit Emden-Leer eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die den bundes- und landespolitischen Willen zum Ziel hatte, dass die drei für den ‚Übergang Schule-Beruf‘ zuständigen Institutionen eng zusammenarbeiten – möglichst in einer gemeinsamen Anlaufstelle. Mit dem Untertitel „Gemeinsam – vernetzt – strukturiert und stark für Jugendliche“ stehen alle Jugendlichen und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die als Ratsuchende am Übergang von der Schule in den Beruf individuelle Hilfestellung benötigen, im Focus der Jugendberufsagentur. In den letzten Schuljahren und danach sind für die Schülerinnen und Schüler die entscheidenden Weichen für eine Berufsausbildung und das spätere Berufsleben zu stellen. Fehler und Versäumnisse wirken sich unter Umständen auf das ganze Leben aus. Daher ist es wichtig, sehr früh anzusetzen und auch die Schulen noch mehr einzubinden. Ein Schulabschluss und eine gute Berufsausbildung senken deutlich das Risiko, später auf staatliche Leistungen zur Deckung des notwendigen Lebensunterhaltes durch das Jobcenter angewiesen zu sein. Daher wird die Jugendberufsagentur auch die schulpflichtigen Jugendlichen besonders im Blick haben, die nur wenig oder auch gar nicht am Schulunterricht teilnehmen.

Die offizielle Einrichtung der Jugendberufsagentur erfolgte am 1. März 2021. Durch die Corona-bedingten Einschränkungen, insbesondere auch in den Schulen,  steht sie den Jugendlichen seit Anfang Mai zur Verfügung. Die Zeit davor wurde intensiv für die Vorbereitung genutzt. So wurden Flyer und Plakate zur Info erstellt. Eine eigene Homepage gibt Auskunft über die Arbeit der Jugendberufsagentur. Zur Wiedererkennung wurde ein eigenes Logo mit dem Slogan „Dein Leben. Deine Zukunft. Deine Unterstützung.“ entwickelt. Erste Kontakte mit den Schulen und ihren Schulsozialarbeiter*innen wurden geknüpft. Mit dem Aufbau eines Netzwerkes mit anderen Institutionen, wie z.B. dem Präventionsrat, dem regionalen Zentrum für Inklusion und der Kreishandwerkerschaft, wurde begonnen.

Erster Kreisrat Uwe Cassens hob hervor, dass der Standort in den Berufsbildenden Schulen geradezu ideal sei, da dort die meisten Jugendlichen, die evtl. Hilfe benötigten, ohnehin schon im Gebäude seien. Daniela Ringenaldus, neu im Amt als Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur Emden-Leer, zeigte sich beeindruckt, was von den Mitarbeiter*innen der beiden Behörden an Vorarbeit gemeinsam geleistet wurde, die zu einer gelungenen Anlaufstelle geführt hat. Unisono war man sich in der Steuerungsgruppe einig, dass die Arbeit nun nach dem gelungenen Start weiterentwickelt werden müsse.  Die neue Anlaufstelle  müsse sich zudem noch mehr bekannt machen, um zu einer festen „Größe“  zu werden.

Die Jugendberufsagentur Wittmund ist für alle Jugendlichen des Kreisgebietes vormittags zwischen 8.30 und 12 Uhr in den Berufsbildenden Schulen am Leepenser Weg 26-28 in Wittmund geöffnet – Corona-bedingt bis auf Weiteres nur nach vorheriger Terminabsprache (außer BBS-Schüler).  Sie ist telefonisch unter der Nummer 04462/861800 und per Mail unter info@jba.wittmund.de zu erreichen. Weitere Infos auch über die eigene Homepage der JBA (www.jba-wittmund.de).

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