Angeblicher Polizist warnte vor Einbrechern

 

Foto: G. Ziemann

Am Dienstag, 06.12.2016, erhielt ein 67 Jahre alter Mann aus Wittmund den Anruf eines angeblichen Polizisten. Dieser gab an, dass er bei der Kripo in Wittmund arbeitet. Der Grund des Anrufes sollte die Festnahme eines Einbrechers sein, bei dem angeblich ein Notizzettel gefunden wurde. Auf diesem Zettel soll nach Angaben des
Anrufers der Name des 67-jährigen gestanden haben. Der angeblicheKripobeamte wies darauf hin, dass er das nächste Einbruchsopfer sein könnte.

Im Verlauf des Telefonates versuchte der Anrufer die persönlichen Lebensumstände des Seniors zu erfragen. Der altere Mann ließ sich jedoch nicht beirren und handelte vorbildlich. Er machte keinerlei Angaben und nahm statt dessen Kontakt mit der Polizei in Wittmund auf und informierte diese über den Anruf des falschen Kripobeamten.

Betrüger versuchen immer wieder mit vorgetäuschten Szenarien an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Auch diese Vorgehensweise ist der Polizei nicht unbekannt. Bei solchen Anrufen sollte man immer misstrauisch sein und keinesfalls persönliche Daten preisgeben. Durch sogenanntes Spoofing können die Täter eine offizielle Telefonnummer der Polizei vortäuschen. Auf dem Display des Telefons erscheint bei einem Anruf lediglich die falsche Nummer. Die eigentliche Telefonnummer wird nicht angezeigt. Auch in dem aktuellen Fall nutze
der Täter die Ortsvorwahl von Wittmund mit der anschließenden 110.

Das Ziel der Täter ist vermutlich die Herausgabe von Wertsachen an einen angeblichen Polizisten, der diese bei den Opfern abholt, um sie für einen bestimmten Zeitraum sicher aufzubewahren. Tatsächlich werden die Wertgegenstände jedoch gestohlen und dem Opfer nicht zurückgegeben.

Folgende Hinweise sollte beachtet werden:

– die „echte“ Polizei fordert Sie niemals dazu auf, persönliche Daten, wie z.B. Bankdaten preiszugeben.

– Seien Sie misstrauisch. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer die Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen und Vertrauenspersonen.

– Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe.

– Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich mit einem Dienstausweis aus und haben Verständnis dafür, dass man bei der örtlichen Polizei nachfragt. Suchen Sie selber die Telefonnummer der Polizei heraus.

– Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück – legen Sie auf. Verständigen Sie bei verdächtigen Vorfällen  umgehend die 110

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