23. Carolinensieler Schiffsandacht

Das Weltnaturerbe Wattenmeer feiert 10jähriges Jubiläum

Shanty Chor Carolinensiel und Dieter Mader mit der Glocke der „JOHANNE“
Foto: G. Ziemann

Letzte Schiffsandacht in dieser Form

Seit 22 Jahren wird in Carolinensiel-Harlesiel die Schiffsandacht begangen. In diesem Jahr erstmal nicht im Museumshafen, sondern direkt am Watt. Zugleich war dies die letzte Schiffsandacht. Ab dem kommenden Jahr wird man nicht nur den Verstorbenen auf See gedenken, sondern die Natur und das Wattenmeer in den Vordergrund stellen.

Aber für eine Schiffsandacht konnte man sich keinen besseren Standort und Wetter wünschen.  Mit dem Wattenmeer in Hintergrund sorgten der Posaunenchor Berdum und der Shanty Chor Carolinensiel für einen hervorragenden Rahmen.
Marlies und Dieter Mader haben die Glocke von der „Dreimastbark Johanne“ aus dem Inselmuseum Spiekeroog wieder einmal mit zur Andacht gebracht.
Pastorin Arnhild Bösemann, Carolinensiel und Pfarrer  Carl Borromäus Hack, Esens, sowie Dr. Heike Ritter-Eden, Sielhafenmuseum und Tylke Pastuschka,  hielten die Andacht, bzw. die Gedenkreden.

Frau Dr. Ritter-Eden erinnerte daran dass die Schiffsandacht nach dem tragischem Verlust des Seenotrettungsbootes „ALFRIED KRUPP“ 1997 ins Leben gerufen wurde. Die Glocke der „JOHANNE“, die am 6. November 1854 vor Spiekeroog mit 216 Auswandern an Bord unterging.

Posaunen Chor Berdum
Foto: G. Ziemann

Zum Gedenken an die Schiffsverluste wurde die Glocke je Kontinent 5 mal angeschlagen.
Insgesamt sind 187 Schiffe aus 61 Ländern als Totalverlust verzeichnet.
93 Schiffe aus Asien, 52 aus Amerika, 10 aus Europa und 10 Schiffe aus Afrika.

Hinter den 187 Schiffsuntergängen verbergen sich 674 tödlich verunglückte und vermisste Menschen. Das größte Schiffsunglück mit den meisten Toten ereignete sich auf dem Viktoriasee in Tansania am 20. September. 224 Menschen starben.

Tylke Pastuschka mahnte das wir mit dem uns anvertrautem Wattenmeer sorgsam umgehen müssen. Das Wattenmeergebiet ist das größte auf dieser Welt. Auch Schiffsunglücke, wie das der „Zoe“ die im Wattenmeer einen großen Teil der Ladung verlor, kann für das Wattenmeer unübersehbare Folgen haben.

Pfarrer Hack mahnte an, dass wir die Verantwortung haben unsere Umwelt an unsere nächste Generation in einem lebensfähigen Zustand übergeben müssen.

Foto: G. Ziemann

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