Seenotretter befreien festgekommenen Fischkutter vor Mellum

In den Morgenstunden näherte sich das Tochterboot JOHANN FIDI dem havarierten Fischkutter und barg vorsichtshalber vorübergehend zwei der drei Fischer ab.
Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Die Seenotretter der Station Hooksiel haben am Donnerstag, 28. August 2025, drei Fischer und ihren Fischkutter aus einer misslichen Lage befreit. Der Kutter mit Heimathafen Fedderwardersiel war am Morgen nördlich der Insel Mellum festgekommen. Mit dem Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gelang es den Seenotrettern schließlich, das Fischereifahrzeug freizuschleppen.

Gegen 5.30 Uhr meldete sich der Kapitän des rund 20 Meter langen Fischkutters über den internationalen Not- und Anrufkanal UKW 16 bei der deutschen Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Beim Fischen war der Kutter gut zwei Seemeilen (etwa 3,8 Kilometer) nördlich der Vogelschutzinsel Mellum auf Grund gelaufen. Weil das Wasser während der bereits einsetzenden Ebbe ablief, befürchtete der Kapitän, sein Schiff könne zu einem späteren Zeitpunkt auf die Seite kippen.

Sofort alarmierte die Rettungsleitstelle See der DGzRS die Seenotretter der Station Hooksiel. Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN nahm umgehend Kurs auf die Unglücksstelle. Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, war der Fischkutter bereits deutlich trockengefallen. Deshalb war es zu dieser Zeit nicht mehr möglich, ihn freizuschleppen. Vorsorglich bargen die Seenotretter zwei der drei Fischer ab. Der Kapitän des Kutters blieb an Bord.

In den folgenden Stunden blieb die BERNHARD GRUBEN stand-by vor Ort, um den Fischkutter abzusichern. Dessen Lage blieb jedoch stabil. Gegen 14 Uhr war der Wasserstand durch die nun herrschende Flut wieder hoch genug, um den Kutter freizuschleppen. Diese Aufgabe übernahm die BERNHARD GRUBEN erfolgreich. Die beiden zuvor abgeborgenen Fischer kehrten kurz zuvor auf ihren Kutter zurück. Der Havarist lief aus eigener Kraft seinen Heimathafen Fedderwardersiel an.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten im Seegebiet leichter südöstlicher bis südlicher Wind der Stärke 3 Beaufort (bis zu 19 km/h) und gute Sicht.

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