Motoryacht nördlich von Spiekeroog gesunken – zwei Schiffbrüchige gerettet

Wenige Augenblicke nach der Rettung der beiden Schiffbrüchigen ragten nur noch die Spitzen der Aufbauten der Motoryacht aus dem Wasser. (Foto: DGzRS – Die Seenotretter)

Das war Rettung in sprichwörtlich letzter Minute: Kurz vorm Untergang einer Motoryacht nördlich der Insel Spiekeroog haben freiwillige Seenotretter am Mittwochabend, 23. August 2017, die zweiköpfige Besatzung in Sicherheit gebracht. Das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) barg das Paar von seinem sinkenden Boot ab. Das hölzerne Kajütboot selbst war nicht mehr zu retten.

Gegen 17.35 Uhr alarmierte der Skipper der etwa zwölf Meter langen Motoryacht über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS. Er meldete starken Wassereinbruch nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis. Das Boot befand sich zu der Zeit gut eine Seemeile nordwestlich der Ansteuerungstonne Harle und damit etwas nördlich der Insel Spiekeroog.

Die Seenotretter alarmierten die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes WILMA SIKORSKI/Station Wangerooge. Kurz vor Eintreffen der WILMA SIKORSKI erreichte der in der Nähe fahrende Schlepper „Bugsier 9“ den bereits sehr tief im Wasser liegenden Havaristen. Auf Bitten des Skippers der Motoryacht machte die „Bugsier 9“ Standby, um notfalls sofort eingreifen zu können.



Kurz darauf ging die WILMA SIKORSKI bei der vor Anker liegenden, sinkenden Yacht längsseits. Die Seenotretter übernahmen die Schiffbrüchigen. Der Mann und die Frau hatten auf ihrem Boot bereits bis zu den Knien im Wasser gestanden. Schon wenige Augenblicke nach ihrer Abbergung ragten nur noch die Spitzen der Aufbauten des Motorbootes aus dem Wasser. Die Seenotretter brachten die beiden Geretteten wohlbehalten nach Wangerooge.

Zur Unglückszeit herrschten nördlich Spiekeroog östliche Winde um zwei Beaufort und ruhige See. Die Seenotretter informierten die Verkehrszentrale Wilhelmshaven der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie die Wasserschutzpolizei über die Untergangsstelle.

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