Günter Marklein referiert erneut im Sielhafenmuseum über die Weihnachtsflut 1717

Karte der Weihnachtsflut von Johann Baptist Homann, 1718, Repro: Landesmuseum „Natur und Mensch“, Oldenburg

Wegen des großen Erfolges im Dezember 2017 wiederholt Günter Marklein seinen Vortrag über die Weihnachtsflut 1717. Am Freitag, den 9. Februar um 15.00 Uhr referiert der Journalist im Kapitänshaus auf anschauliche Weise über die berührenden Ereignisse, Hintergründe und Auswirkungen der verheerenden Sturmflut, die sich diesem Winter zum 300. Mal jährte.

„Auff dem Wasser selbst schwammen noch Betten, Kasten, Menschen, Vieh, und allerhands Guth herum … man sah auch hin und wieder auf den Häusern Menschen sitzen, welche mit Noth-Zeichen ihr Elend vorstelleten …“, so wird die Weihnachtsflut von 1717 in einer zeitgenössischen Quelle beschrieben. Die Weihnachtsflut war gravierender als alle anderen bisher dagewesenen Überflutungen. Fast überall brachen die Deiche. Allein in Ostfriesland kamen etwa 2.800 Menschen ums Leben. Fast 3.000 Häuser wurden weggespült oder beschädigt und ca. 16.000 Kühe, Pferde, Schafe und Schweine wurden getötet. An der gesamten Küste von West- bis Nordfriesland starben 11.500 Menschen. Das fruchtbare Marschenland war viele Jahre lang unbrauchbar. Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in Ostfriesland machten auf das für die Region einschneidende Ereignis aufmerksam. Im Deutschen Sielhafenmuseum mussten beim Vortrag von Günter Marklein Ende Dezember zahlreiche Gäste aus Platzgründen abgewiesen werden. Daher wiederholt der Reisejournalist und Buchautor seinen Vortrag im Kapitänshaus am kommenden Freitag. Karten können in der Museumsverwaltung unter Tel. 04464-86930 vorbestellt oder an der Tageskasse im Kapitänshaus erworben werden.

 

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