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Seenotretter helfen Fischkutter aus bedrohlicher Lage

Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppt einen niederländischen Fischkutter mit Maschinenschaden ein (Einsatz 12.5.2020)
Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Einen niederländischen Fischkutter haben die Seenotretter der Station Hooksiel gestern, Dienstag, den 12. Mai 2020, aus einer bedrohlichen Lage befreit.

Das 22 Meter lange Fischereifahrzeug (Heimathafen Oudeschild/Texel) hatte am frühen Morgen Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig im Fahrwasser nordöstlich von Wangerooge. Für den um kurz nach 6 Uhr alarmierten Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren zunächst 16 Seemeilen (ca. 30 Kilometer) bis zum Havaristen zurückzulegen, aber bereits eine Stunde nach der Alarmierung konnten sie den Havaristen auf den Haken nehmen. Ein Schlepper, der mit anderem Auftrag unterwegs war, war bis zum Eintreffen der BERNHARD GRUBEN sicherheitshalber in der Nähe geblieben.

Während der Schleppreise untersuchten die Fischer trotz schweren Seegangs den Schaden und organisierten bereits Ersatzteile, die zum Hafen Hooksiel gebracht wurden.

In Hooksiel konnte der Schleppzug zunächst wegen des Niedrigwassers und des Tiefgangs des Havaristen nicht einlaufen. Das Tochterboot JOHANN FIDI holte jedoch die Ersatzteile aus dem Hafen ab, so dass bei entsprechendem Wasserstand der Kutter eine Stunde später repariert bereits selbst in den Hafen einlaufen konnte.

Um 12.30 Uhr meldete sich die BERNHARD GRUBEN wieder einsatzklar auf ihrer Station.

Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte kräftiger Wind mit sechs Beaufort (bis 49 km/h) und zwei bis drei Metern Seegang.