Die Tanne ist da

Der schwimmende Weihnachtsbaum ist am Wochenende im Museumshafen angekommen

Die ehrenamtlichen Mitstreiter des Vereines „Weihnachtsbaumgemeinschaft Carolinensiel“ trafen sich in Hohenkirchen um den frei stehenden Baum im Vorgarten der Familie Schröer zu schlagen. In einem Gespräch erzählt uns Rüdiger Schröer die Geschichte des Baumes.
Als wir 2004 hier in unser Haus einzogen stand vor dem Haus eine kleine, gerade mal einen Meter hohe, Tanne. Im Laufe der Jahre konnte diese sich immer weiter entwickeln. Jetzt hat diese eine Höhe von über zwölf Meter erreicht. Da die Tanne frei im Garten steht, hat diese bei den Stürmen hier oben, eine gute Angriffsfläche. Irgendwann müssen wir uns da was überlegen, so Rüdiger Schröer. Außerdem drücken die Wurzeln inzwischen am Mauerwerk des Kellers. Nach langem „Hin und Her“ haben wir uns entschlossen den Baum der Weihnachtsbaumgemeinschaft zu überlassen. Bei dem Baum handelt es sich um eine „Korea-Tanne“ erklärt er uns. Man erkennt es daran, dass die Zapfen wie eine Kerze nach oben wachsen.

Die Mitglieder des Vereines arbeiten alle ehrenamtlich für die Wochen im Dezember, an dem der Baum dann jeweils den Museumshafen in Carolinensiel erleuchtet. Mit der Motorsäge ist Jan Hillerns seit Jahren dabei. Klettervermögen bewiesen Ingo Schild und Michael Budnick   die erst einmal in acht Meter hoch in den Baum klettern mussten, um die Tragegurte fachgerecht am Baum zu befestigen. Der Kran muss den Baum daran hochziehen können und abbrechen soll natürlich auch nichts. Erfreulich war das Wetter, während in den vergangenen Jahren es immer beim „Baumschlagen“ geregnet hat, war es diesmal trocken. Doch so ganz ohne Zwischenfälle ging es diesmal auch nicht ab. Mitten in der Fäll Aktion ging bei Ingo das Telefon. Die automatische Futteranlage seiner Schweinemast sendete ein Alarmsignal aufs Handy. Also schnell ins Auto und die Störung beseitigen. Schnell ging es dann aber weiter und der Baum konnte problemlos auf dem Tieflader verzurrt werden. Im Hafen von Carolinensiel liegt jetzt der Baum und wartet jetzt darauf am kommenden Wochenende im Hafen aufgestellt zu werden.

Zeitgleich mit der Mannschaft „Baum schlagen“ war eine zweite Mannschaft des Vereines dabei die Plattform auf dem der Baum im Hafen dann stehen wird aus dem „Sommerschlaf“ zu erwecken. Die zahlreichen Fässer müssen geprüft und aufgeblasen werden. Denn nur wenn alle auch noch richtig dicht sind, kann der Baum gerade im Hafen stehen.

Im Jahre 2013 machte am Weihnachtsfest ein Sturm dem Baum und der damaligen Plattform den „Garaus“. Geknickt und gebrochen lagen beide im Hafenbecken. Daraufhin wurde eine neue, wesentlich größere und stabilere Plattform gebaut, die jetzt den Baum trägt.

Da der Verein alle Kosten für den Baum übernimmt ist dieser auf Spenden angewiesen. Außerdem plant man in diesem Jahr wieder einen Getränkestand bei der Aktion „Baum aufstellen“ vor dem Kapitänshaus anzubieten. „Die Einnahmen dabei helfen uns in der Finanzierung“, berichtet uns Gerhard  Wilken von der Weihnachtsbaumgemeinschaft . Die Corona Lage erlaubte es im vergangenen Jahr nicht den Wintermarkt und auch den Stand der Gesellschaft aufzubauen. Jetzt musste durch die aktuelle Corona Lage ein umplanen des Standes erfolgen. „Es wird eine Einbahnstraße geben. Wir werden Glühwein, Grog und Kinderpusch anbieten. Schweren Herzens mussten wir uns von dem Gedanken auch Bratwurst und Prüllker anzubieten trennen. Das war nach den Corona Regeln so nicht möglich. Obwohl die fehlenden Einnahmen ein Loch in die Kasse reißen.“ berichtet uns der Vorsitzende der Weihnachtsbaumgesellschaft, Jochen Schmidt. Am kommenden Samstag geht es dann los. Der Kran kommt und pünktlich mit dem Glockenschlag der Kirche um 18 Uhr wird der Baum den Museumshafen erleuchten.

Wenn es der Baum dann wieder als Hintergrundbild in die Tagesschau schafft, dann ist das eine Belohnung für die Mitglieder.

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